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Luftwärmspirale

Tipps > Elektrik

Die Luftvorwärmspirale im Ansaugkanal mit Glühwendel


Generell sind alle Dieselmotoren im kalten Zustand oft nur schwer oder manchmal gar nicht zu starten. Deshalb haben fast alle Dieselmotoren eine serienmäßige Vorglühanlage mit Glühkerzen eingebaut und nur so kann durch die Verdichtungswärme auch eine Selbstzündung erfolgen.

Ausnahme: Alle Warchalowski Diesel-V-Motoren!

Die luftgekühlten 2, 3 und 4 Zylinder-V-Motoren von Warchalowski haben eine Luftvorwärmung mit zwei Glühwendel im Ansaugtrichter eingebaut. Diese Art der Starthilfe wird über den Anlassschalter geschaltet. In der ersten Stellung vom Zündschloss oder Startschalter erfolgt das Vorglühen der beiden Glühwendel und in weiterer Folge dann das Vorglühen zusammen mit dem eigentlichen Startvorgang. Der Glühüberwacher im Armaturenbrett dient dabei nur zur Kontrolle. Die zwei 12 V Luftwärmespiralen (Glühwendel) die in Serie geschaltet sind, erreichen kurzfristig eine Temperatur von über 200° Celsius. Ist der Glühüberwacher durchgebrannt, sind meistens die Isolatoren defekt.

Deshalb ist es besonders wichtig eine perfekte Isolation zum Alu-Ansaugtrichter zu verwenden. Ein normaler Gummi oder ähnliche Materialien eignen sich auf Dauer nicht. Ein Kurzschluss (die Anzeige brennt durch) oder ein Kabelbrand wären leicht die Folgen!

Nur eine solide Verkabelung mit 6 m², eine gute Masseverbindung und ein leistungsgerechter Startschalter können die hohe Amperezahl vertragen. So lässt sich ein Warchalowski V-Motor auch unter +10° Celsius noch problemlos starten.

Empfohlen ist vor jedem Kaltstart, den Dekompressor zu verwenden und den Motor ein paar Umdrehungen mit dem Starter oder mit einer Kurbel durchzudrehen.  Ein gleichmäßiger Ölfilm auf allen Gleitlagern, erhöht die Lebensdauer wesentlich.
Eine oft gestellte Frage, wo die KI keine Antwort hat:

Wie kann ich die Ansaugtrichter abmontieren und die Glühwendel neu isolieren. Reinigen, abdichten und ohne die Ventilkammerplatte oder den Zylinderkopf zu entfernen.

Mein Tipp aus der Hobbywerkstatt und das Ganze ohne Spezialwerkzeug.

1. Wichtig: Zuerst die 4 Muttern am Zylinderkopf lockern oder entfernen.
2. Die Drosselhohlschraube der Ölleitung für die Kipphebel entfernen.
3. Ventilkammerplatte mit Schraubendreher leicht anheben, fixieren.
    Ein paar Milimeter Abstand reichen. Siehe Foto unten!
4. Mit einem normalen 10er Gabelschlüssel die oberste Mutter abschrauben.
    Zu den zwei unteren Muttern kommt man leicht mir einem Steckschlüssel hin.
5. Ansaugtricher reinigen, neue Isolatoren oder bei die Bedarf Glühwendel erneuern.
    Die 1. Messing-Mutter der Schrauben immer mit einem Schraubenfest verkleben!
6. Vor der Montage den Ansaugtrichter auf der Oberseite ca. 1 mm flach feilen. Siehe Foto!
7. Neue Dichtung im Ansaugkanal und Muttern mit Federnscheiben montieren.
8. Montage vom Ansaugtrichter geht jetzt einfach mit 10er Steckschlüssel.
9. Die Ölleitung mit Drosselhohlschraube anschließen und die Muttern am Zylinderkopf mit     einem Drehmoment von  60 Nm (6 mkg) in 3 Kreuz-Durchgängen anziehen.
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