Nockenwellen Zahnrad
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Das Nockenwellen-Zahnrad
Das Nockenwellen-Zahnrad erfüllt viele Funktionen und gibt im gewissen Sinne den 4-Takt vor und ist gleichzeitig der Fliehkraftregler. Zuerst kann man dieses Zahnrad nicht falsch montieren, die Nut ist vorgegeben. Wichtig ist dabei, daß sich das Nockenwellen-Zahnrad nur einmal dreht und die Kurbelwelle 2 mal. Das heisst alle Nocken sind auf der Nockenwelle nur einmal vorhanden. Egal ob die Ventilsteuerung über die Schlepphebel oder die Nocken für die Rollenstößel der Einspritzpumpe, alles ist fix vorgegeben. Bei einer Reparatur der Kurbelwelle und der Nockenwelle verliert man schnell die Stellung vom FB 1 und OT 1 bzw. FB 2 und OT 2. Alles kein Problem, wenn der Motor noch offen ist, den man sieht direkt die Bewegung der Pleuelstangen und die Rollenstößel im Motorblock. Einige Schrauber bauen den Motor zusammen und dann läuft dieser suboptimal.
Zuerst muss man unterscheiden welcher Motor ist das? Ein normaler Warchalowski D 22 (D 21) im WT 20 (WT 14 und WT 25) ist am Schwungradgehäuse seitlich oberhalb vom Starter markiert und im Kupplungsgehäuse (Zwischenstück) ist ein Schauloch für den FB und OT am Schwung. Nicht aber beim W-Standmotor und beim Lindner-Traktror! Da ist der Schwung komplett anders und versetzt markiert und das Schauloch bzw. die Markierung ist oben senkrecht. Das ist ganz wichtig bei der Einstellung vom FB (Förderbeginn) und vom OT (Oberer Totpunkt), sonst wird das nix - weil das ist ein anderer Schwung! Normal sollte ein Stift am Schwung und in der Kurbelwelle sein, damit keine falsche Position möglich ist. Auch vorne auf der Kurbelwelle ist normal ein Passstift, aber es sind meistens 2 Löcher im Zahnrad. Wieso? Das ist logisch, da beim 3 und 4 Zylinder Motor auch die Keilriemenscheibe mit der Kurbelwelle samt Gewicht der Pleuel und Kolben und dem Schwung zusammen, gewuchtet ist. Das entfällt beim 2 Zylindermotor und deshalb hat die Keilriemenscheibe auch keinen Passstift.
Nehmen wir als Beispiel den D 22 Motor im WT 20, wie findet man den Förderbeginn und Totpunkt wenn der Motor bereits zusammengebaut ist. Ganz einfach! 2 durchsichtige Schläuche auf die Einspritzpumpe montieren und schauen was passiert wenn man den Motor dreht. Die Drehrichtung ist von der Kurbel vorgegeben. Bei FB 1 bzw. OT 1 sollte der erste Zylinder versorgt werden und etwas Diesel fördern. Dann eine volle Umdrehung der Kurbelwelle später, kommt der 2. Zylinder mit FB 2 und OT 2. Hilfreich ist eine ca. Markierung als Kopie vom Schwung auf der Keilr iehmenscheibe und man hat gleich von vorne alles im Blick. So kann man sicher sein das die Markierung vom Zahnrad der Kurbelwelle zur Nockenwelle und der Einspritzpumpe passt. Wenn nicht, ist die Kurbelwelle eine volle Umdrehung zu drehen und dann auf die Markierung beider Zahnräder zu stellen. Es gibt eh nur 2 Stellungen wo sich die Markierungen der Kurbelwelle überschneiden, also keine schwierige Einstellung. Meine Erfahrung: Wenn sich die Markierungen der Zahnräder treffen und gleichzeitig der OT 2 im 2. Takt ist, die Einspritzpumpe fördert, dann passt es. Bild links unten. Wenn der Motor bereits fertig zusammengebaut dann dreht sich die Kurbelwelle leichter wenn man entweder den Dekompressor verwendet oder die Einspitzdüsen ausbaut.
Markierung auf Nockenwelle und auf
dem Zahnrad der Kurbelwelle.
Übertrag vom FB und OT am Schwung